Die Rugby-Wetten gehören zu den beliebtesten Sportwetten, aufgrund des rasanten Spiels und der unterschiedlichen Punktevergaben ergeben sich viele Gewinnaspekte. Um diese optimal ausschöpfen zu können, ist es unerlässlich, die Grundlagen der Sportart zu beherrschen und die verschiedenen Wettmöglichkeiten zu kennen. Der Ratgeber beginnt daher mit den Spielregeln der beliebtesten Rugby-Varianten Rugby Union und Rugby League und geht dann zu den unterschiedlichen Wettarten über. Zum Schluss erfahren Interessierte ein wenig über die Rugby-Geschichte und unterschiedlichen Rugy-Varianten.

Rugby Grundlagen

Rugby lässt sich mit American Football vergleichen, da dieser aus der englischen Sportart entstanden ist. Der Unterschied zwischen Rugby und American Football besteht unter anderem darin, dass Rugby ohne Schutzkleidung gespielt wird. Zudem unterscheiden die beiden Sportarten sich in zahlreiche Regeln.

Mannschaften bei Rugby Union und Rugby League

Bei der Sportart Rugby spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Bei Rugby-Wetten sind hauptsächlich folgende zwei Rugby-Varianten interessant: Rugby Union und Rugby League. Je nach Variante spielen 15 (Rugby Union) oder 13 Spieler (Rugby League) in einer Mannschaft.

Rugby Union Regeln

In Rugby Union spielen zwei Mannschaften mit jeweils 15 Spielern gegeneinander. Die Spieler mit den Spielnummern Eins bis Acht werden im Englischen die Forwards genannt und sind die Vorwärtsspieler. Sie bilden den Scrum und Line-out. Die Spieler mit den Spielnummern Neun bis 15 werden als Backs (Verteidiger) bezeichnet. Der Spieler, welcher den Forwards am Nächsten ist, nennt sich Scrum Half. Der letzte Spieler ist der Full Back.

Spieldauer

Das Rugby-Union-Spiel ist in zwei Halbzeiten eingeteilt. Jede Halbzeit beträgt 40 Minuten. Die Halbzeitpause beträgt zehn Minuten.

Rugby Union Spielfeld

Das Spielfeld für die Variante Rugby Union besitzt eine Mittellinie. In einem Abstand von zehn Metern und parallel zu der Mittellinie sind auf beiden Seiten die sogenannten Kick-off-Linien angeschlossen. Nach der 10-Meter-Linie kommt die 22-Meter-Linie. Danach folgt die Try-Linie. Hinter der Try-Linie befindet sich das Malfeld und es ist begrenzt durch die Try-Line und die Dead-Ball-Linie, also die sogenannte Ball-Aus-Linie. In der Mitte der Try-Line befindet sich das Rugby-Tor, das aus zwei Malstangen und einer Querlatte, die zwischen die Stangen in drei Metern Höhe platziert ist, besteht. Längsseits des Spielfelds befinden sich auf beiden Seiten weitere Linien, die von der Try-Line der einen Seite bis zur Try-Line der anderen Seite führen. Die Fünf-Meter-Linie verläuft parallel zur Dead-Ball-Linie in fünf Meter Entfernung. Die 15-Meter-Linie verläuft parallel zur Fünf-Meter-Linie. Während eines Line-Outs müssen die Spieler zwischen den 5- und 15-Meterlinien bleiben.

Rugby Spielzüge

Rugby wird mit Händen und Füßen gespielt. In der Rugby-Partie geht es darum, den Ball in der Hand am Gegner vorbeizubringen und Punkte durch Ablegen in das Malfeld zu erzielen. Weitere Spielzüge sind Handpässe, die jedoch nur zurück ausgeführt werden dürfen. Der Ball darf auch mit dem Fuß gekickt werden, um ein Tor zu erzielen. Dies darf geschehen, wenn der Ball am Boden aufgeschlagen ist, ein Try platziert wurde und wenn ein Strafkick ausgeführt wird. Ein weiterer wichtiger Spielzug ist es, den Spielgegner, der den Ball führt, daran zu hindern, diesen in dem Malfeld abzulegen. Dieser Spielzug nennt sich Tackle und ist bei Rugby Union besonders strengen Regeln unterworfen.

Punkte erzielen

Ziel des Rugby ist es, natürlich wie in allen anderen Ballsportarten, Punkte zu erzielen. Bei Rugby gibt es im Gegensatz zum Fußball zum Beispiel mehrere Möglichkeiten um Punkte zu machen.

Place a Tryfünf PunkteConversion of a Tryzwei ExtrapunktePenalty-Kickdrei Punkten Drop goal

  • Place a Try: Schafft es ein Spieler, den Ball auf das gegnerische Malfeld zu legen, erhält die Mannschaft fünf Punkte.
  • Conversion of a Try – Punkterhöhung. Schafft es die Mannschaft im Anschluss an den erfolgreichen Try, den Ball durch das Tor über die Latte zu kicken, gibt es zusätzlich zwei Extrapunkte. Mit den beiden Spielzügen erhält die jeweilige Mannschaft somit sieben Punkte.
  • Penalty-Kick – Strafkick: Es können auch Punkte mit einem Strafkick erzielt werden. Ein Penalty-Kick wird mit drei Punkten belohnt.
  • Drop goal ist ein Kick in das Rugby-Tor, der ausgeführt werden darf, wenn der Ball zuvor den Boden berührt hat. Auch für drop goal gibt es drei Punkte.

Scrum (Gedränge)

Scrum wird von dem Schiedsrichter nach kleinen Regelverstößen wie zum Beispiel Vorwärtspassen angeordnet. Bei einem Scrum müssen sich die Spieler 1 bis 8 in einer bestimmten Formation zusammenschließen. In die Mitte des Scrums wird der Ball am Boden platziert. Die Spieler müssen nun durch Puschen und Drücken versuchen, sich und die Gegenmannschaft so vom Ball wegzubewegen, dass der Ball für die Spieler der eigenen Mannschaft hinter ihnen freiliegt. Die Spieler, welche am Scrum beteiligt sind, dürfen den Ball nicht mit den Händen berühren. Erst wenn der Ball außerhalb des Scrums offenliegt, darf er von Spielern, die nicht am Gedränge beteiligt sind, gegriffen werden.

Line-out (Gasse)

Wenn ein Ball im Aus gelandet ist, stellen sich mindestens zwei Spieler der beiden Teams zwischen die Fünf- und Fünfzehnmeter-Linien. Diese Formation wird als Gasse bezeichnet. Der Spieler, der besonders hoch springen kann, versucht den Ball zu fangen, den ein anderer Spieler außerhalb des Spielfelds eingeworfen hat.

Tackle (Angreifen)

Bei Rugby Union dürfen gegnerische Spieler nur den ballführenden Spieler angreifen. Dies können sie tun, indem sie diesen unterhalb der Schulterlinie mit den Händen umklammern und festhalten, aber nicht kicken oder schubsen. Ziel ist es, den Spieler so zu schieben oder zu drücken, dass sich mehr Fläche als dessen zwei Füße auf dem Boden befindet. Dann nämlich, muss der Spieler den Ball loslassen.

Abgeänderte Spielregeln in Rugby League

Rugby League ähnelt sich in Spielregeln und Spielablauf sehr der Rugby Union Variante. Die Mannschaften sind kleiner, mit 13 Mann pro Mannschaft und auch das Spielfeld ist kleiner. Das Gedränge ordnet der Schiedsrichter im Gegensatz zu Rugby Union auch an, wenn der Ball im Aus gelandet ist. Auch darf der Gegner mit mehr Mitteln vom Ball abgebracht werden. Insgesamt ist diese Variante ein wenig rasanter und härter als die Union Variante.

Rugby-Wetten

Als Wetten werden hauptsächlich die Varianten Rugby Union und Rugby League angeboten. Für die Rugby League stehen zum Beispiel nationale Turniere in Australien (NRL), England Super League, Europa und internationale Turniere zur Auswahl, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Rugby Union bietet eine höhere Anzahl an Turnieren wie zum Beispiel nationale in England Aviva Premiership, Greene King IPA Championship, Varsity Match, in Deutschland die Bundesligen, in Frankreich die Top 14 und Pro D2, in Neuseeland die Heartland Championships und ITM Pokal, in Schottland BT Premiership, in Wales der Challenge Cup und Principality Premiership, in Südafrika Currie Cup, 75 Premier League und Vodacom Cup. Auch in den USA wird Rugby gespielt, zum Beispiel bei dem Turnier Pro Rugby.

Internationale Turniere sind zum Beispiel die Weltmeisterschaft, Super Rugby, Nations Cub, Drei-Zonen-Turnier, Rugby Championship, U20 WM, Sevens World Cup, Olympische Spiele 7er, World Club 7’S, Frauen-Weltmeisterschaft und viele mehr. Europaübergreifend finden ebenso einige interessante Turniere statt wie zum Beispiel der Anglo-Welsh Cup, sechs Nationen, European Rugby Champions Cup, Challenge Cup, Britisch and Irisch Cup, Rugby Europe Championship, Sechs Nationen Cup Frauen und viele mehr.

Auch die deutsche Bundesliga bietet interessante Spiele und Mannschaften wie zum Beispiel Berlin, Hannover 78, Germania List, Berliner SV 1892 HC Leipzig und Hamburger in Nord/Ost und in Süd/West Pforzheim, RG Heidelberg, 1- FFC Frankfurt, Heidelberger, Neuenheim, und Handschuhsheim in den ersten sechs Rängen.

Rugby England
Rugby zählt in England zu den beliebtesten Sportarten.

Rugby-Wetten im Überblick

Zu den bekanntesten und am meisten gespielten Wetten gehört natürlich der Tipp auf den Ausgang des Spieles. Interessant sind auch Handicap-Wetten, bei welchen einer Mannschaft eine gewisse Anzahl Punkte addiert oder abgezogen erhält.

Ähnlich wie bei Fußballwetten lassen sich diese nicht nur auf 3-Weg-Wette, also Gewinn, Verlust oder unentschieden (macht bei zahlreichen Anbietern die Wette ungültig) setzen, sondern auch andere Wetten platzieren, wie zum Beispiel Gewinnvorsprung, Over-Under (über/unter) und das Handicap während der Gesamtspielzeit oder während einer Halbzeit platzieren. Zusätzlich gibt es noch Wetten, die während des Live-Spiels platziert werden. Dazu gehört zum Beispiel, welche Mannschaft als nächstes einen Touch platziert. Dies setzt allerdings eine gute Kenntnis des Spiels voraus und auch, dass der Einsetzende das Spiel live ansieht und währenddessen wettet.

Neben den allgemeinen Wetten bietet Rugby zahlreiche Wettmöglichkeiten, die es in anderen Sportartgen nicht gibt.

  • Touchwette für die Mannschaft und das gesamte Spiel. Dabei wird gewettet, welche der beiden Mannschaften die meisten Touch-Points gewinnt.
  • Touchwette während des Livespiels oder Spielhälfte für die Mannschaft. Bei der Touchwette während eines Livespiels kann darauf gewettet werden, welche der beiden Mannschaften den nächsten Touchpoint gewinnt oder wer den ersten Touch während der ersten oder zweite Halbzeit erziehlt.
  • Touchwette auf den Spieler, welcher den nächsten Touch platziert
  • Touchwette auf den Spieler, welcher den letzten Touch in einem Spiel erziehlt.
  • Penalty- oder Conversionspunkte. Es lassen sich Wetten platzieren, bei welchen die einzelnen Punktarten Gegenstand der Wette sein können.
  • Gerade oder ungerade Punktzahl

Auch Einsteiger können diese Wetten platzieren. Dabei sollten sie jedoch die Einsätze geringhalten. Anfangs dienen diese Wetten mehr zur Übung, um sich auf besonders spannende und unterhaltsame Weise mit dieser Sportart vertraut zu machen. Gerade wer auf einzelne Spieler wettet, sollte gut mit der Sportart vertraut sein.

Die Wettmöglichkeiten im Überblick

Die Wetten können beim Rugby als Einzel-, Kombi oder Systemwette abgegeben werden.

Einzelwette

Bei der Einzelwette wird eine einzige beliebige angebotene Wette platziert. Ist der Spielausgang richtig vorhergesagt, ist die Wette gewonnen.

Kombiwette

Bei einer Kombiwette werden die Ergebnisse mindestens zwei bis zum Beispiel 20 Wetten miteinander verbunden. Verliert eine Vorhersage, verliert die gesamte Wette. Die Quoten sind je nach Anzahl kombinierter Spielvorhersagen sehr hoch. Allerdings verliert eine Kombiwette, wenn nur ein Spiel nicht stimmt.

Systemwette

Bei Systemwetten müssen nicht alle Spiele so ausgehen, wie vorhergesagt, sondern nur eine bestimmte Anzahl. Wer zum Beispiel eine dreier-Wette wählt, wo das Ergebnis von drei Spielen vorhergesagt werden muss, bei dem nur zwei Vorhersagen stimmen müssen, ist die Gewinnchance sehr viel höher als bei einer Kombiwette. Allerdings sind die Quoten, also die zu erwartenden Gewinne wesentlich geringer als bei einer Kombiwette.

Bei einer Einzelwette muss nur das vordefinierte Ergebnis eines Spiels richtig vorausgesagt werden. Die beliebteste Wette ist die Wette Gewinn, Mannschaft A, Unentschieden oder Gewinn Mannschaft B.

Rugby-Geschichte

Wann und wie Rugby genau entstanden ist, ist bis heute noch nicht geklärt. Nach einer nicht nachgewiesenen Geschichte soll William Webb Ellis während eines Fußballturniers in der Stadt Rugby den Ball mit der Hand in das gegnerische Tor gelegt haben, als ihm und seiner Mannschaft eine Niederlage drohte. Die Geschichte ließ sich zwar nicht belegen, dennoch ist die Rugby-Union-Weltmeisterschaft nach dem Fußballspieler benannt: Webb Ellis Cup. Erste Belege des heutigen Rugby lassen sich in das Jahr 1871 zurückverfolgen. Am 26. Januar 1871 entstand der Fußballverband Rugby Football Union. Dieser Verband erlebte eine Spaltung mit leicht veränderten Regeln. Die Northern Rugby Union entwickelte die Basis für die Football-Variante Rugby League. Die Sportart aus England fand weltweit hohen Anklang. So verbreitete sich die Sportart zunächst im britischen Commonwealth nach Neuseeland, Australien, Südafrika und Argentinien und nach Europa. Auch in Deutschland gibt es inzwischen eine große Anzahl an Rugby-Vereinen und Mannschaften, die regelmäßig an inländischen und internationalen Turnieren teilnehmen.

Weitere Rugby-Varianten

Neben den Hauptvarianten Rugby Union (Kurzbezeichnung: Rugby) und Rugby-League gibt es zahlreiche weitere beliebte Varianten dieses Sports. Touch Rugby ist in Schulen sehr beliebt, da es auf harten Körperkontakt verzichtet und somit ein geringes Verletzungsrisiko besteht. Diese Sportart hat sich inzwischen als beliebter Breitensport durchgesetzt.

Besonders bekannt ist auch das 7er-Rugby. Diese Variante wurde jüngst, 2016, olympisch. Bei der Variante spielen pro Mannschaft sieben statt 15 Spieler. Grundlage für 7er-Rugby-Regeln stellt die Variante Rugby Union dar. Die Spieldauer ist allerdings auf sieben Minuten pro Halbzeit, beziehungsweise 10 Minuten pro Halbzeit bei Endspielen, verkürzt. Der Reiz der verkürzten Spielzeit liegt darin, dass sich ganze Turniere an wenigen Tagen, zum Beispiel an Wochenenden, austragen lassen.

Tag Rugby kommt ganz ohne Körperkontakt aus. Diese Variante ist besonders als Freizeitsport in England, Australien und Kanada beliebt.

In Europa ist die Variante Beachrugby besonders beliebt. Einheitliche Regeln für diese Variante gibt es nicht. Beach-Rugby wird weltweit gerne als Erholungssport angeboten.

Weitere Varianten sind zum Beispiel Rollstuhlrugby und Unterwasserrugby.

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